Programm

So., 8. August 2021, 19.00 Uhr
Klavierabend Julian Pflugmann

Der deutsch-chinesische Pianist Julian Pflugmann, 1994 in Frankfurt am Main geboren, wurde in einer Musikerfamilie groß – seine Mutter war eine bekannte Dirigentin. Seine Eltern sorgten für eine künstlerische Atmosphäre, in der sich nicht nur seine musikalischen Fähigkeiten entfalten konnten, sondern auch die Neugier für andere Gebiete, wie zum Beispiel Literatur, Medizin, Malerei und Philosophie, geweckt wurde.
Mit sieben Jahren begann er, Klavier zu spielen. Während seiner Schulzeit erhielt er Klavierunterricht und träumte davon, wie seine Mutter Dirigent zu werden.
Erste Solokonzerte spielte er bereits 12-jährig in Shenyang. Es folgten regelmäßige Konzerteinladungen in China. Im Alter von 16 Jahren kehrte er nach Deutschland zurück und studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin Klavier, dann setzt er sein Studium an der Hochschule für Klavier, Theater und Medien Hannover fort. Während des Studiums folgten Konzertauftritte in Deutschland, Südfrankreich und Italien, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.
Julian Pflugmann wurde für den Schubert-Wettbewerb 2021 in Dortmund (24.9.-3.10.21) nominiert und wird folgendes Programm als Generalprobe für den Wettbewerb bei uns spielen:
Franz Schubert: Impromptu f-Moll D 935 Nr. 1
Domenico Scarlatti: Sonate K49
Frèdèric Chopin: Op. 10 Nr. 1
Alexander Skrjabin: Op. 42 Nr. 5
Franz Schubert: Wanderer-Fantasie D 760
Franz Schubert: Sonate in c-Moll D 958

Kulturforum am Altenkamp
Altenkamp 1, Schloß Holte


So., 22. August 2021, 19.00 Uhr
Klavierabend mit Di Su und Yen-Ning Chu
Beide Musikerinnen sind Teilnehmerinnen des Brahms-Wettbewerbs in Detmold (24.9.-3.10.21) und spielen Werke von Brahms, Schubert, Beethoven und Prokofjew.
Di Su, geboren 1995 in China, begann ihr Klavierstudium im Alter von 12 Jahren. Seit 2013 studiert sie an der Musikhochschule in Detmold. Während ihres Studiums in Deutschland hat sie einige Preise gewonnen: im November 2016 den 1.Preis beim Westfälischen van Bremen Klavierwettbewerb und im Februar 2017 erhielt sie den 1.Preis in der Kategorie Klavier Solo beim III. Agustin Aponte International Music Competition in Teneriffa. Jetzt studierte sie Solist Master bei Prof.E.Margolina-Hait in Detmold.
Yen-Ning Chu, 2001 in Taiwan geboren, begann bereits mit fünf Jahren Klavier zu spielen. Die junge Pianistin erhielt viele neue Impulse und Inspirationen durch ihre regelmäßige Teilnahme an Meisterkursen. Sie ist bei nationalen und Internationalen Wettbewerben sehr erfolgreich und hat bereits einige Preise gewonnen. Seit 2019 studiert Yen-Ning Chu an der HfM Detmold bei Prof. Margolina-Hait.
Kulturforum am Altenkamp
Altenkamp 1, Schloß Holte

 


Sa., 18. September 2021, 19.00 Uhr
„Der Musikstreit des 19. Jahrhunderts“
Christoph Soldan – Rezitation und Klavier

Christoph Soldan

Große Klaviermusik des 19. Jahrhunderts steht auf dem Programm dieses besonderen Konzertabends mit dem Pianisten und Rezitator Christoph Soldan. Die beiden Protagonisten Brahms und Liszt stehen dabei stellvertretend für ganz unterschiedliche ästhetisch – musikalische Auffassungen. Liszt komponierte zumeist nach literarischen Vorbildern. Er, der Schöpfer der symphonischen Dichtung, widmete sich damit dem, was wir allgemein als Programmmusik bezeichnen. Brahms hingegen sah sich in der Tradition Beethovens und zog es vor, Musik als absolute Musik zu begreifen. Dass wir heute beide Komponisten als Schöpfer genialer Musik betrachten, zeigt Christoph Soldan am Beispiel von Brahms Händelvariationen und der „années de pélérinage“ von Liszt. Er wird das Programm erläutern und dabei die Werke und Komponisten seinem Publikum nahebringen.

Johannes Brahms (1833 – 1897):
Variationen über ein Thema von Händel opus 24

Franz Liszt (1811 – 1886):
“Sposalizio” (année de pèlerinage)(Vermählung)
“Vallée d´Obermann” (année de pèlerinage)(Das Obermann-Tal)
“au bord d úne source” (année de pèlerinage)(An der Quelle)
“les jeux d´eau à la villa d´este (année de pèlerinage)(Die Wasserspiele der Villa Este)
“Angelus” (année de pèlerinage)(Gebet zum Schutzengel)
Veranstaltungsort:
Kulturforum am Altenkamp
Altenkamp 1, Schloß Holte


9. Oktober 2021, 18.00 Uhr
Autorenlesung Ewald Arenz
„Der große Sommer“
Mit seinem Buch „Alte Sorten“ hat er viele Leser begeistert. „Der große Sommer“ ist wieder ein Buch , bei dem man glaubt, mit dabei zu sein.
Kulturforum am Altenkamp,
Altenkamp 1, Schloß Holte


So., 24. Okt.2021, 11.00 Uhr
Eröffnung der Fotoausstellung Johann Altemeyer
Nach der erfolgreichen Präsentation des Fotografen Josef Hörster und der Pollhansausstellung widmet sich nächste Fotoausstellung der Archivgruppe dem umfangreichen Werk des Hövelhofer Fotografen Johann Altemeyer. In seinem Nachlass finden sich zahlreiche Motive aus der Welt der Arbeit, Fotos von Höfen, Mühlen, Gasthäusern und Fabriken. Ausgestellt werden auch zahlreiche Porträts, Fotos von Hochzeiten, Kommunionkindern und Schulentlassungen. Johann Altemeyer hat in der Vorkriegszeit und im Krieg fotografiert
Veranstaltungsort
Kulturforum am Altenkamp, Altenkamp 1, Schloß Holte

 


Sa., 30. Oktober 2021, 19.00 Uhr
Versöhnungskirche Schloß Holte

und Sa. und So., 6.und 7. November 19.00 Uhr im
Kulturforum am Altenkamp, Altenkamp 1, Schloß Holte

„Taquináy“ präsentiert nach der langen durch Corona bedingten Pause in vergangenen Jahr 2020 ein neues Programm im Herbst 2021,  in dem eigene Kompositionen und die „gut gelaunten“ typischen traditionellen Stücke vertreten sind.
Nicht wie damals zwei sondern drei Konzertabende sind geplant, da wir noch nicht wissen, ob die Anzahl der Plätze in der bis dahin geltenden Corona-Situation vermindert sein wird.
Zu dem für unser Publikum schon bekannten Ensemble-Mitgliedern Osvaldo Hernández Rodriguez aus Kuba (akustische Gitarre, Tres und E-Bass), Daniel Le van Vo aus Frankreich (Jazzgitarre, Bass), Marcus Maria Köstern aus Deutschland (Percussion) und Juan-Bautista Sáenz aus Argentinien (Piano) haben wir als Solisten den berühmten Bassisten Fritz Krisse eingeladen, der sich mit eigenen Kompositionen und seinem virtuosen Spiel souverän im klassischen wie im jazzigen Musikstil entfaltet.

Der Vorverkauf beginnt 4 Wochen vor dem 1. Konzert in der Buchhandlung Strathmann in Schloß Holte. Weitere Vorverkaufsstellen werden noch bekannt gegeben

 


„Konzert zum Totensonntag“
So., 21. November 2021, 17.00 Uhr
Chris Root Quintett und Christoph Soldan, Klavier

Das Chris Root Quintett wurde vom Solo – Kontrabassisten der Schlesischen Philharmonie Kattowitz, Krzysztof Korzen gegründet, der sich neben seiner Tätigkeit im Orchester als einer der wenigen Kontrabassisten innerhalb Europas auf die Aufführung kammermusikalischer Programme spezialisiert hat. So arbeitete er seit 1993 mit den Schlesischen Kammersolisten und ab 2008 mit dem deutschen Pianisten Christoph Soldan weltweit in insgesamt etwa eintausend Aufführungen zusammen.
J. Brahms (1833 – 1896): Klavierquintett f – moll opus 34
A. Dvorak (1841 – 1904): Quintett G – Dur opus 77

Bei dem Quintett von Brahms handelt es sich um Kammermusik, die parallel zu seinem berühmten „Requiem“ entstanden ist. Hierbei steht für ihn im Mittelpunkt, dass seine Musik nicht als Trauermusik empfunden werden soll, sondern zum Trost derer, „die da Leid tragen“. Er bezeichnet seine Musik als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden.


Antonín Dvořák wird als bescheidener, umgänglicher Familienmensch und Naturliebhaber beschrieben. Außerdem war er von einer tiefen Religiosität geprägt. In der Entstehungszeit des Quintetts hatte Dvorak eine Organistenstelle in Prag und hatte eine Phase, die von starkem Glauben geprägt war. Dort lernte er auch Johannes Brahms kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbunden hat.

Veranstaltungsort: ev. Friedenskirche Stukenbrock
Lindenstraße 7, Stukenbrock

 


Fr., 26. Nov.2021, 19.30 Uhr
Grammophon-Lesung mit Jo van Nelsen

Kabarett(isten) im KZ
Konzentrationslager – Orte des Schreckens … jedoch:
Um ein Stück Normalität und Ablenkung zu schaffen, geschah das Unglaubliche:  Kabarett im KZ!
Ob in Sachsenhausen, Westerbork oder Theresienstadt – viele der inhaftierten Unterhaltungsstars der Weimarer Republik traten auch hier auf – manchmal heimlich, manchmal auf Befehl.

Dieses Stück fast vergessener, weil problematischer Kulturgeschichte lässt der Frankfurter Musikkabarettist Jo van Nelsen in einer Grammophonlesung wieder sichtbar werden. Er wird in seinem Vortrag von den Schicksalen vieler inhaftierter Künstler erzählen, ihre Texte lesen, ihre Lieder singen und von Schellackplatten spielen.

Und doch ist es auch ein Abend, an dem es viel zu Lachen gibt – denn die vorgestellten Autoren und Interpreten waren Meister ihres Fachs!

Der Eintritt ist frei.

Dieser Abend ist ein Gemeinschaftsprojekt  der VHS, des Projekts „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, dem Kulturkreis SHS, der Kreissparkasse und „STALAG“.

Veranstaltungsort: Kreissparkasse Schloß Holte, Kaunitzer Str. 24-28, 33758 Schloß Holte


Und hier noch ein paar literarische Leckerbissen aus „alter Zeit“ zur Besinnung und zum Schmunzeln.

Überlass es der Zeit
Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,

Bäume nicht auf, versuch’s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.

Am ersten Tage wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,

Am dritten hast du’s überwunden,
Alles ist wichtig nur auf Stunden,

Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
Theodor Fontane

 

Schwüle
(Conrad Ferdinand Meyer)

Trüb verglomm der schwüle Sommertag,
Dumpf und traurig tönt mein Ruderschlag –
Sterne, Sterne – Abend ist es ja –
Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang!
Schilf, was flüsterst du so frech und bang?
Fern der Himmel und die Tiefe nah –
Sterne, warum seid ihr noch nicht da?

Eine liebe, liebe Stimme ruft
Mich beständig aus der Wassergruft –
Weg, Gespenst, das oft ich winken sah!
Sterne, Sterne, seid ihr nicht mehr da?

Endlich, endlich durch das Dunkel bricht –
Es war Zeit! – ein schwaches Flimmerlicht –
Denn ich wußte nicht, wie mir geschah.
Sterne, Sterne, bleibt mir immer nah.

Die Nachtigall
(Theodor Storm)

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

Sie war doch sonst ein wildes Blut
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süßen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.